Radiobeitrag: „Die Tesla-Aktie dürfte nur ein Zehntel wert sein“ – Ölpreis, Inflation und Zinsen bedrohen die Märkte
Börsenradio | Uwe Eilers (Frankfurter Vermögen) im Gespräch mit Peter Heinrich über Ölpreis, Zinsrisiken und enttäuschende Tech-Zahlen. Die Aktienmärkte sind trotz zahlreicher Krisen erstaunlich stabil. Entscheidend bleibt für Hr. Eilers der Ölpreis: Steigende Energiekosten treiben Inflation, Warenpreise und Produktionskosten – dann könnten die Notenbanken erneut die Zinsen erhöhen. Langfristige Renditen liegen bereits nahe ihren Höchstständen, teure Finanzierungen belasten Unternehmen, Konjunktur und Aktienmärkte. Geopolitisch steckt Donald Trump laut Hr. Eilers im Nahostkonflikt in einer Zwickmühle: Ein Rückzug ohne Ergebnis wäre ebenso fatal wie eine Fortsetzung. Bei der EZB zählt für ihn der Gesamtkurs stärker als die Person Christine Lagarde – im September erwartet er weitere Signale für eine straffe Geldpolitik. Auf Unternehmensseite enttäuscht Tesla mit negativem Cashflow und hohen Investitionen; die Aktie hält Eilers für massiv überbewertet. Alphabet beurteilt er milder, die Zahlen waren solide. IBM könnte von extern eingeführten KI-Systemen profitieren. Die Konsequenz: Vorsicht. Die Frankfurter Vermögen hält die Aktienquote weiterhin niedrig und bleibt defensiv positioniert.