Radiobeitrag: „Bei Anleihen kürzere Laufzeiten wählen, bei Aktien eher defensivere Werte stärken“
Börsenradio | Uwe Eilers (Frankfurter Vermögen) im Gespräch über steigende Anleiherenditen, Frankreichs Haushaltslage und eine defensivere Aktienquote. Die Renditen ziehen weltweit kräftig an – für Hrn. Eilers ist das vor allem ein Vertrauensproblem, überall dort, wo die Politik nicht die richtigen Maßnahmen für die Kapitalmärkte ergreift. Sinnbild dafür ist Frankreich: Für zehnjährige Staatsanleihen zahlt das Land inzwischen rund 4,21 Prozent und damit mehr als Griechenland mit 4,02 Prozent. Während Italien und Griechenland Schulden abbauen und Reformen anstoßen, sieht Hr. Eilers in Frankreich ein Problem und damit einen neuen Sorgenfall der Eurozone. Auch in Japan liegen die Renditen erstmals seit 1996 wieder bei drei Prozent; japanische Anleger haben ihr Kapital bereits aus den USA und Europa zurückgeholt – ein Mittelabfluss, der die westlichen Anleihemärkte zusätzlich belastet. Die Konsequenz: Vorsicht. Aktien bleiben zwar im Portfolio, sind aber deutlich defensiver ausgerichtet, mit geringerer Technologiegewichtung.