Gerade kleinere Stiftungen haben häufig nur eine Satzung, in der in seltenen Fällen grob Aktien- oder Immobilienquoten festgelegt sind.
Sinnvoller ist es allerdings Anlagerichtlinien aufzustellen, die auch im Laufe der Jahre regelmäßig überprüft werden sollten. Schließlich wandeln sich Anlage- und Kapitalmärkte stetig.

Die aktuelle Niedrigzinsphase, beispielsweise, bereitet den meisten Stiftungen erhebliche Schwierigkeiten. Dies erst recht, wenn in den Anlagerichtlinien oder gar in der Satzung Aktienanlagen ausgeschlossen sind.

Folgendes sollte in den Anlagerichtlinien aufgenommen werden: Die Stiftung legt in den Anlagevorgaben die wesentlichen Eckpunkte der Vermögensanlagen fest. Diese bildet die Basis für strukturierte, zielorientierte und nachvollziehbare Anlageentscheidungen. Diese können sowohl von der Stifterin bzw. vom Stifter selbst als auch vom Stiftungsvorstand erstellt werden. Diese sollten in schriftlicher Form festgehalten werden. Beispielsweise können Anlagerichtlinien die Ziele der Kapitalanlage benennen und die Ober- und Untergrenzen festlegen, innerhalb derer die Finanzverantwortlichen ihre Anlageentscheidungen treffen können.